Ausschreibung einer Prozeßbegleitung für den Nachbarschaftstreff in der Düttmann-Siedlung

AUSSCHREIBUNG

Stärkung der konzeptionellen Grundlagen, Struktur und Arbeitsverfahren des Nachbarschaftstreffs am Werner-Düttmann-Platz durch externe Prozessbegleitung

Ausgangssituation / Gegenstand

Der VIA-Regionalverband Berlin/Brandenburg e.V. sucht in Abstimmung mit dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg und dem Quartiersmanagement der W.-Düttmann-Siedlung einen Träger zur Profilbildung und –schärfung und Formulierung eines (Handlungs-)Konzepts für den Nachbarschaftstreff am Werner-Düttmann-Platz.

Das in sich geschlossene Südkreuzberger Quartier „Werner-Düttmann-Siedlung“ besteht vornehmlich aus Neubauten des sozialen Wohnungsbaus der 80er Jahre. Stadträumlich existiert eine Abgrenzung zum umliegenden Altbaugebiet des Graefe-Kiezes. Im Fördergebiet leben derzeit 3.005 Menschen. Charakteristisch für die Siedlung sind kinderreiche Familien und eine sehr junge Bevölkerungsstruktur. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre machen etwa ein Drittel der Bevölkerung im Quartier aus. Die Siedlung ist von einer ausgesprochenen kulturellen und sprachlichen Vielfalt geprägt. Ein hoher Anteil aus der Bewohner_innenschaft kommt aus arabisch-sprachigen Ländern, aus der Türkei und Ex-Jugoslawien. Aufgrund unsicherer Aufenthaltstitel, fehlender Anerkennung von Berufsabschlüssen und fehlender Bildungsabschlüsse sind viele Anwohner/innen mit vielfältigen Problemen konfrontiert.

Wichtigstes Ziel der Angebote des Nachbarschaftstreffs ist der Aufbau einer nachhaltigen Struktur der Nachbarschaftsarbeit unter Einbezug der Bewohnerschaft. Eine Verstetigung der verschiedensten Angebote von Initiativen und Trägern im Treff und in anderen Einrichtungen im Kiez ist dabei ebenso angestrebt wie die Öffnung des Treffs für aktivierte Bewohnergruppen. Zu berücksichtigen ist dabei die ethnisch und kulturell vielfältige Bewohnerstruktur und deren Wandel.

Der Träger des Nachbarschaftstreffs greift auf langjährige Erfahrungen in der interkulturellen Nachbarschaftsarbeit zurück. Er ist in der Siedlung seit 2006 aktiv.

Im Rahmen der Prozessbegleitung ist es Ziel, insbesondere die Leitung des Nachbarschaftstreffs in ihrer Arbeit zu stärken. Es soll gemeinsam eine Vision und ein darauf aufbauendes Konzept für die zukünftige Arbeit des Nachbarschaftstreffs entwickelt werden, um als Ort der Begegnung und Kommunikation im Kiez aber nicht nur für den Kiez agieren zu können. Im Rahmen von großangelegten Umbauarbeiten und Erschließung neuer Räumlichkeiten sollen auch neue tragfähige Modelle der Nachbarschaftsarbeit im Treff erprobt werden

Wesentliche Leistungsinhalte:

  • Ziel- und Profilbildung und –schärfung
  • Stärkung der Rolle als interkulturelles Angebotszentrum bei gleichzeitiger Gewährleistung offener Kommunikationsräume für die Bewohnerinnen und Bewohner verschiedener Herkunft
  • Vorbereitung auf neue Aufgaben in der Koordination und Vernetzung der Nachbarschaftsarbeit aber auch von Bildungs- und Kulturangeboten freier Träger und Initiativen im Treff, die in das Programm integriert werden

Leistungszeitraum:

Das Projekt soll im Zeitraum 15.09.2016 – 31.12.2016 umgesetzt werden.

Finanzrahmen:

Für das Projekt sind insgesamt 8.000 € vorgesehen.

Ein Leistungsvertrag wird geschlossen mit dem Verband für interkulturelle Arbeit (VIA) Regionalverband Berlin/Brandenburg e.V.

 Anforderungen an die Bewerber:

  • Fachliche Kenntnisse und Erfahrungen in der Durchführung von Prozessbegleitungen und –moderationen
  • Erfahrung in der Entwicklung von Visionen und Leitbildern
  • Gebietskenntnisse
  • Überblick über die Trägerlandschaft und deren Angebote im QM-Gebiet

 Einzureichende Unterlagen:

  • Konzeptionelle Maßnahmebeschreibung
  • Konkrete Aussagen zur Zielsetzung und methodische Angaben zum Verfahren,

Kriterien zur Zielerreichung, Erfolgsindikatoren.

  • Kostenaufstellung mit differenzierter Darstellung der Sach-, Honorar- und

Personalkosten. Das Besserstellungsgebot ist zu beachten.

  • Selbstdarstellung über das eigene Tätigkeitsfeld.
  • Nachweise über die fachlichen Qualifikationen und Referenzen

Bewerbungsfrist:

Die Unterlagen sind postalisch spätestens bis zum 31. August 2016 (Poststempel) mit der

Kennzeichnung „verschlossen“ einzureichen bei:

 Verband für interkulturelle Arbeit (VIA)
Regionalverband Berlin/Brandenburg e.V.

Petersburger Straße 92, 10247 Berlin

Ansprechpartnern bei Nachfragen:

In formellen Fragen: Frau Nina Grube

Tel.-Nr. 030-290071-53 bzw. E-Mail: nina.grube@via-in-berlin.de

In inhaltlichen Fragen: Frau Emine Yilmaz

Tel.-Nr. 030-559561-08 bzw. emine.yilmaz@via-in-berlin.de

Auswahl des Dienstleisters:

Die Auswahl erfolgt über eine Jury, die sich aus Vertretern/innen des Trägers, des Bezirksamtes (Quartiersmanagement) , der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Quartiersmanagement und dem Projekt zusammensetzt. Es ist vorgesehen, die Bewerber/innen zu einem Auswahlgespräch Anfang September 2016 einzuladen.

 Hinweise:

Bei dem Auswahlverfahren handelt es sich nicht um eine Ausschreibung im Sinne von § 55 Landeshaushaltsordnung (LHO). Rechtliche Forderungen oder Ansprüche auf Umsetzung der Maßnahme oder finanzielle Mittel seitens der Bewerber/innen bestehen mit der Teilnahme nicht. Die Teilnahme ist unverbindlich, Kosten werden im Rahmen des Verfahrens nicht erstattet.

 

 

 

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17:00 Vorbilder zeigen: Erfolg im Beru... @ Digitaler Schulungsraum VIA Berlin/Brandenburg
Vorbilder zeigen: Erfolg im Beru... @ Digitaler Schulungsraum VIA Berlin/Brandenburg
Okt 7 um 17:00 – 20:00
Vorbilder zeigen: Erfolg im Beruf durch Leidenschaft – für kreative Berufe @ Digitaler Schulungsraum VIA Berlin/Brandenburg
Es gab in Berlin schon immer eine große Nachfrage für kreative Berufe. Zugleich wächst durch die Digitalisierung die Konkurrenz im Beruf selbst, was uns mit neuen Herausforderungen konfrontiert, mit denen wir umgehen müssen, um im Beruf erfolgreich sein zu können.