Förderaufruf der Partnerschaft für Demokratie Friedrichshain-Kreuzberg

Aktions- und Initiativfonds 2020 für Mikro-Projekte:
Die Partnerschaft für Demokratie Friedrichshain-Kreuzberg – aktiv für Antidiskriminierung, Vielfalt und Stärkung der Menschenrechte

Aufruf zur Einreichung von Projektanträgen bis max. 5.000,- Euro

Im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie“ Friedrichshain-Kreuzberg des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), gibt es mit dem Aktions- und Initiativfonds die Möglichkeit, ab dem 01.04.2020 Mikro-Projekte durchzuführen, die sich gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung richten.

Projekte werden mit bis zu 5.000,- Euro gefördert ohne ein kompliziertes Antragsverfahren zu durchlaufen. Die beantragte Fördersumme kann auch geringer als 5.000 € sein. Insbesondere möchten wir Antragsteller*innen ermutigen, die bisher wenig oder keine Erfahrung mit öffentlichen Fördergeldern haben, sich zu bewerben.

Interessentinnen reichen eine erste Projektskizze bis zum 10.02.2020 ein. Anschließend erfolgt eine Auswahl von Projekten durch den Begleitausschuss der Partnerschaft für Demokratie. Die ausgewählten Projekte werden zur Antragstellung aufgefordert. Darauf aufbauend kann dann der finale Antrag bis zum 20.03.2020 eingereicht werden, der im Wesentlichen aus der Projektskizze und einem detaillierten Finanzplan besteht.


Wer kann einen Antrag stellen?


Aktions- und Initiativfonds der Partnerschaft für Demokratie
Initiativen, kleinere Träger, Gruppen oder Einzelpersonen, die bereits im Bezirk aktiv sind oder es werden wollen, sind antragsberechtigt. Auch Jugendliche können Anträge stellen, wenn sich das Projekt inhaltlich auch an Erwachsene richtet.


Was wird gefördert?


Die Projekte oder Aktionen müssen in Friedrichshain-Kreuzberg bis spätestens 15.11.2020 stattfinden und die Teilnehmer*innen des Projektes überwiegend aus dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg kommen. Die Projekte sollen sich mit einem der folgenden 4 Schwerpunkte auseinandersetzen:

Schwerpunkt 1: Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, wie Antisemitismus, Rassismus gegen Roma, antimuslimischer Rassismus, LGBTIQ- und be-Hinderten*feindliches Verhalten und Rassismus gegenüber Schwarzen Menschen und People of Color, sichtbar machen und dieser im Dialog entgegentreten.

Schwerpunkt 2: Rassismus im Alltag und Diskriminierung auf struktureller Ebene, wie bspw. in Schulen und öffentlicher Verwaltung, entgegenstellen und abbauen.

Schwerpunkt 3: Durch die Unterstützung von Empowermentangeboten und –projekten Menschen und Gruppen stärken, die nicht gleichberechtigt an gesellschaftlichen Diskursen teilnehmen können.

Schwerpunkt 4: Soziale und politische Beteiligung und Austausch einzelner Communities (insbesondere von Geflüchteten und Roma) mit anderen Teilen der Gesellschaft im Bezirk, als auch untereinander, festigen und vertiefen.*

*Der Verweis auf die spezifische Gruppe der Geflüchteten und der Roma stellt keinen inhaltlichen Zusammenhang oder eine Gleichstellung dar, sondern soll den speziellen Bedarf an sozialer Beteiligung und Austausch dieser beiden Gruppen im Bezirk hervorheben

Das können u. a. Projekte oder Aktionen sein, die ein Zeichen setzen und aufklären, wie z. B. die Organisation einer „Putzaktion“ gegen rechtsextreme Propaganda im öffentlichen Raum, die Erstellung von Informationsflyern, online-Aktionen oder die Durchführung von Workshops, aber auch kreative Maßnahmen wie Theaterprojekte, Flashmobs oder kulturelle Veranstaltungen (Sportveranstaltungen, Konzerte, Ausstellungen). Darüber hinaus kann auch das strategische Handlungskonzept unserer bezirklichen Partnerschaft für Demokratie wertvolle Hinweise geben, um inhaltliche Ziele der Projektidee abzugleichen oder auszuarbeiten. Download: http://www.via-in-berlin.de/handlungskonzept-der-partnerschaft-fuer-demokratie-friedrichshain-kreuzberg/

Projektpräsentation bei der Abschlussveranstaltung:

Jedes ausgewählte Projekt verpflichtet sich, an einer Abschlussveranstaltung Anfang Dezember 2020 teilzunehmen und die Projektergebnisse während der Veranstaltung in kurzer Form u.a. anhand von Fotos öffentlich vorzustellen.

Wie funktioniert das Antragsverfahren für den Aktions- und Initiativfonds?

Antragsteller*innen müssen für die erste Stufe des Interessenbekundungsverfahrens eine kurze Projektskizze bis zum 10.02.2020 in digitaler Version per Email an die externe Koordinierungs- und Fachstelle“ Demokratie leben!“ des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg schicken. Wichtig ist, dass die inhaltliche Projektidee, das Format, die Zielgruppe, eine grobe Kostenkalkulation und alle Kontaktdaten vorliegen. (Kontakt siehe unten)

Wer kann mich bei der Antragstellung beraten?

Wer Unterstützung bei der Antragstellung braucht oder Fragen zum Verfahren hat, kann sich ebenfalls gerne an die externe Koordinierungs- und Fachstelle “Demokratie leben!“ des Bezirks
Friedrichshain-Kreuzberg wenden (Kontaktdaten siehe unten).

Wie ist die Antragsfrist und wer entscheidet über die Projekte?

Der Begleitausschuss der Partnerschaft für Demokratie Friedrichshain-Kreuzberg entscheidet aufgrund der eingereichten Projektskizzen über die zu fördernden Projekte. Die Projekte mit Förderaussicht erhalten dann ein Antragsformular, das bis zum 20.03.2020 abzugeben ist. Im Wesentlichen umfasst der formelle Antrag wenig mehr, als die Projektskizze und einen detaillierten Finanzplan.


Wir möchten Sie bitten schon bei der Projektskizze die Frage zu beantworten, ob Ihr Projekt eher in Friedrichshain, eher in Kreuzberg oder im gesamten Bezirk wirken soll.


Wichtig: Bitte geben Sie uns bereits bei Einreichung der Projektskizze an, wann genau Sie das Projekt umsetzen und ab wann Sie die Fördermittel benötigen werden!


Kontakt:

Matthias Hofmann

Externe Koordinierungs- und Fachstelle „Demokratie leben!“ für den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg,

Berlin Verband für Interkulturelle Arbeit (VIA) Regionalverband Berlin/Brandenburg e.V.

Petersburger Str. 92, 10247 Berlin

Tel.: 030/29 00 71-53 Fax: 030/29 00 71-54

Email: kuf@via-in-berlin.de


Jugendjury des Bezirks
Sollte ein Projekt von Jugendlichen für Jugendliche beantragt werden, wird der Antrag an das KJBb Friedrichshain-Kreuzberg weitergeleitet. Die Behandlung dieser Anträge erfolgt dann in der bezirklichen Jugendjury des Kinder- und Jugend-Beteiligungsbüros (KJBb) der GSJ gGmbH. Hier können Kinder und Jugendliche im Alter von 11-27 Jahren ihre Ideen einreichen (die sich nicht an den Förderschwerpunkten der PfD orientieren müssen) und über die Verteilung der Fördergelder selbst entscheiden. Für diese Anträge können die Jugendlichen von einer Jugendeinrichtung, einer Schule oder einem Träger unterstützt werden. Beantragt werden können bis zu 1000€. (Einsendeschluss ist hier der 03.04.2020)


Kontakt: mail@kjbb-friedrichshain-kreuzberg.de Anträge: www.kjbb-friedrichshain-kreuzberg.de

Veröffentlicht in Aktuelles, Aus den VIA-Projekten, KUF "Demokratie leben!" Friedrichshain-Kreuzberg