|
Geschichte von "Mitra"
Von der Selbsthilfegruppe zur interkulturellen
pädagogischen Gesellschaft.
1993 entstand eine
Elternvereinigung von jüdischen Immigranten und Aussiedlerfamilien
aus der ehemaligen UdSSR.Sie hatte sich damals zur Aufgabe gemacht,
das deutsche Schulsystem und inbesondere das von Berlin zu
verstehen, gleichfalls für ihre Kinder eine angemessene Schule zu
finden, sowie ihnen noch die Möglichkeit des Adaptionsprozesses zu
erleichtern. Den Mitgliedern unserer Selbsthilfegruppe ist klar
geworden, dass die Kinder in der erster Linie ihre schulische und
berufliche Ausbildung erfolgreich beenden müssen, damit sie sich
nicht als "Fremde" fühlen und asoziales Verhalten annehmen, sondern
echte gleichberichtigte und würdige Bürger der deutschen
Gesellschaft werden. Nach 6-monatiger vielfältiger und
zielstrebiger Zusammenarbeit sind wir zu dem Schluß gekommen, das
die Probleme, mit denen wir und unsere Kinder zu tun haben, typisch
für alle Immigranten- und Aussiedlerfammilien sind. Andererseits
haben wir verstanden, dass gerade wir, die Eltern ausländischer
Kinder und gleichfalls Pädagogen, die selbst
Intergrationserfahrunngen hinter sich haben, besser als jede andere
betroffenen Familien bei der Überwindung von Schwierigkeiten helfen
können. Dabei haben wir im Juni 1993 auf einer Versammlung der
Initiativgruppe die Interkulturelle pädagogische Gesellschaft
"MITRA" gegründet. Unsere Ziele und
Aufgaben. Ziel des Vereins ist vor allem die
Förderung einer eigenen Indentität der ausländischen Kinder.
Gleichzeitig soll im Einklang mit ihrer Entwicklung das Verständnis
für die deutsche Kultur herangebildet werden. Seit 1995 unterstützt das Büro
der Ausländerbeauftragten der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales
und Frauen dieses Konzept und seine praktische
Verwirklichung.
|