Neuer Landesbeirat für Integration und Migration

Der VIA-Regionalverband gratuliert den am Montag, dem 16.1.2017 gewählten Vertreter*innen der Berliner Migrant*innen im Landesbeirat herzlich. Wir wünschen allen Vertreter*innen viel Erfolg in ihrer Arbeit in diesem politisch wichtigsten Berliner Vertretungsgremium für die Interessen der Berlinerinnen und Berliner mit Migrationsgeschichte.

Die erfolgreiche Wahl geht auf eine gute Zusammenarbeit Berliner Verbände in den Bereichen Migration, Integration und Partizipation in den letzten Monaten zurück. Unsere Partnerverbände wie der MRBB, der TBB, die Kurdische Gemeinde und der Afrikarat haben gemeinsam mit dem VIA-Regionalverband erfolgreich an einer gemeinsamen Liste zur Kandidatur gearbeitet, die eine breite Interessenvertretung ermöglicht.
Nicht zuletzt bedanken wir uns bei unseren Migrant*innenorganisationen, die an der Wahl teilgenommen und unsere gemeinsamen Kandidat*innen so hervorragend unterstützt haben.
Aus dem Netzwerk des VIA-Regionalverband Berlin/Brandenburg e.V. sind 4 Aktivist*innen in den Landesbeirat gewählt worden. Ihnen gratulieren wir ganz besonders.

Als Vertreterin für die Region Europäische Union
Ania Czechowska von der BOX66 (hintere Reihe 4.v.r.)

Als Vertreter für die Region Naher Osten, Mittlerer Osten Indien, Pakistan:
Kava Spartak von Yaar e.V. (hintere Reihe 3.v.r.)
Als sein Stellvertreter:
Dr. Dharma Bhusal von Sathi e.V. (hintere Reihe 2.v.l.)

Als Stellvertreterin der Vertretung für die Region Fernost, Afrika, Amerika, Australien, Ozeanien: Claudia Rodriguez Tribin von Xochicuicatl e.V. (vordere Reihe 5.v.l.)

Aus der Pressemitteilung des Senatsbeauftragten für Integration und Migration

Am Montag, 16.01.2017, fanden im Festsaal des Rathaus Charlottenburg die Wahlen zum Landesbeirat für Integrations- und Migrationsfragen statt. Vertreter/innen von Migrantenorganisationen und -vereinen nahmen ihr Wahlrecht wahr und entschieden über die neue Zusammensetzung des Landesbeirats für die nächste Wahlperiode.

Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, beglückwünschte die sieben Neugewählten. „Ich wünsche mir für die Zukunft einen starken Landesbeirat, der auch intensiv mit den Abgeordnetenhausfraktionen zusammenarbeitet, und erhoffe mir einen starken Input der Migrantenvertreter/innen für die Politik unserer Stadt“, so Elke Breitenbach.

Zur Motivation für ihre Kandidatur sagten die neuen Mitglieder: Anna Czechowska, gewählt für Europa, Mitgliedsländer der EU: „Ich möchte Projekte für Frauen mit Migrationsgeschichte stärken. Dabei geht es mir um eine andere Form der Zusammenarbeit und Finanzierung von Projekten. Wir brauchen mehr politische Teilhabe und wollen selbst einen Beitrag zur Integration leisten.“
„Mir geht es vor allem um gleiche Chancen in der Bildung und die Teilhabe von Geflüchteten,“ sagt Kava Spartak, gewählt für die Region Naher und Mittlerer Osten.
Nuran Yigit, Vertreterin für die Region Türkei, möchte das Thema Rassismus in jeder Form im Beirat verankern. „Ich lege den Schwerpunkt auf Antidiskriminierung, vor allem in der Bildung, und werde mich gegen Rassismus in jeder Form einsetzen.“
Peter Nowak, gewählt für die Gruppe der Aussiedlerinnen und Aussiedler, möchte sich für die Förderung der Mehrsprachigkeit, auch in den Familien, einsetzen.
Edwin Florina Greve, Vertreter für die Region Europa außerhalb der EU, sind der soziale Wohnungsbau und die Barrierefreiheit besonders wichtig. Die gewählten Vertreter/innen seien ein tolles Team.
Nadya Arzouni, der Vertreter der übergreifenden Kategorie ohne regionale Zuteilung verdeutlicht: „Ich werde mich für den sozialen Wohnungsbau und gegen Diskriminierung einsetzen. Ich möchte die Stimme von LSBTI Migrant/innen stärken.“
Bertrand Njoume, Vertreter der Region Afrika und Amerika, lobt den Koalitionsvertrag als sehr vielversprechend und betont: „Ich freue mich auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Senat.“

Der Landesbeirat ist das wichtigste Partizipationsgremium in Berlin. Er erarbeitet Empfehlungen zur Integrationspolitik für die Arbeit des Senats sowie für gesellschaftliche Gruppen. Darüber hinaus dient er der Beratung über ein breites Spektrum integrationspolitischer Fragen zwischen Vertretungen von Einwanderer-Communities mit Repräsentanten gesellschaftlicher Gruppen und dem Berliner Senat.
Um alle Herkunftsgruppen zu berücksichtigen, werden 6 der 7 Plätze für bestimmte Herkunftsregionen quotiert.
Zur Wahl wurden 34 Bewerber/innen zugelassen. Wahlberechtigt waren 199 Migrantenorganisationen, die sich auf einer beim Integrationsbeauftragten geführten Liste eingetragen haben.
Der Landesbeirat wurde 2003 vom Berliner Senat eingerichtet und mit dem Partizipations- und Integrationsgesetz (PartIntG) auf eine gesetzliche Grundlage gestellt.
Die Führung der Geschäfte des Landesbeirates für Integrations- und Migrationsfragen ist beim Beauftragten des Senats von Berlin für Integration und Migration angesiedelt.

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Bevorstehende Veranstaltungen

Sep
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Do
2020
10:00 6. Fachtag „Mehrsprachigkeit im ...
6. Fachtag „Mehrsprachigkeit im ...
Sep 24 um 10:00 – 15:30
6. Fachtag "Mehrsprachigkeit im Berliner Bildungssystem"
Anlässlich des Europäischen Tages der Sprachen steht der Fachtag zur Mehrsprachigkeit in Pankow seit 2015 fest im Veranstaltungskalender. Der jährliche Austausch macht Mehrsprachigkeit als Potenzial sichtbar und beschäftigt sich mit der Stärkung der institutionellen Förderung von Mehrsprachigkeit. In diesem Jahr
Okt
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Mi
2020
17:00 Vorbilder zeigen: Erfolg im Beru... @ Digitaler Schulungsraum VIA Berlin/Brandenburg
Vorbilder zeigen: Erfolg im Beru... @ Digitaler Schulungsraum VIA Berlin/Brandenburg
Okt 7 um 17:00 – 20:00
Vorbilder zeigen: Erfolg im Beruf durch Leidenschaft – für kreative Berufe @ Digitaler Schulungsraum VIA Berlin/Brandenburg
Es gab in Berlin schon immer eine große Nachfrage für kreative Berufe. Zugleich wächst durch die Digitalisierung die Konkurrenz im Beruf selbst, was uns mit neuen Herausforderungen konfrontiert, mit denen wir umgehen müssen, um im Beruf erfolgreich sein zu können.