Leitbild des VIA-Regionalverbandes Berlin/Brandenburg e.V.

Der Verband für interkulturelle Arbeit (VIA), Regionalverband Berlin/Brandenburg e.V. versteht sich als Dachverband, Netzwerk und Projektträger einer auf das Miteinander von Menschen verschiedener ethnischer und nationaler Herkunft ausgerichteten Arbeit. In Übereinstimmung mit dem Leitbild des VIA-Bundesverbandes setzt sich die Arbeit des VIA-Regionalverbandes Berlin/Brandenburg e.V. zum Ziel, die an Demokratie und Selbstbestimmung orientierte Arbeit mit Migrant*innen zu fördern.
Der Verband entstand aus der Einsicht heraus, dass auf diese Weise einzelne Bereiche der Migrationsarbeit besser miteinander verknüpft werden können und damit vor allem fachliches Wissen gebündelt wird, um die Qualität der Integrations- und Migrationsarbeit zu sichern und dauerhaft zu verbessern. Integration verstehen wir in diesem Zusammenhang vor allem als Partizipation im Sinne von gleichberechtigter Teilhabe in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Zentrales Handlungsfeld der Partizipation ist politische Partizipation

Ziel ist es ferner, die Potenzen der Vereine und Projekte füreinander nutzbar zu machen und gemeinsam Themen der Integration von Migrant*innen sowie der interkulturellen Arbeit einschließlich
der Arbeitsfelder Rassismus und Diskriminierung in die politische Diskussion und Praxis der Region Berlin/Brandenburg einzubringen. Wie dieses Netzwerk kooperiert, ist wesentlich vom Engagement der Mitgliedsvereine abhängig.

Unseren Überzeugungen und Aktivitäten liegt ein Menschenbild zugrunde, wonach alle Menschen zum eigenständigen Denken und Handeln befähigt sind. Für die Schaffung von Chancengleichheit und menschenwürdigen Lebensbedingungen sind wir alle mitverantwortlich. Die Vertreter*innen und Mitarbeiter*innen des VIA vermitteln diese Grundhaltung durch gemeinsames Erleben und persönliche Haltung in der Arbeit in den Projekten sowie im Auftreten im politischen Bereich.

Wir verfolgen in unserer Arbeit einen an den Ressourcen der Akteure orientierten Ansatz. Die integrative Arbeit des VIA mit und für Migrant*innen setzt an deren Lebenslagen an. Sie versteht sich als interkulturelle Arbeit und als Arbeit mit dem Ziel, die Potentiale und Kompetenzen von Migrant*innen zu stärken und in die Gesellschaft einzubringen. Der interkulturelle Ansatz ist ein wichtiger Beitrag zur Gestaltung einer integrierten Gesellschaft infolge des unumkehrbar gewordenen Einwanderungsprozesses der letzten Jahrzehnte in Deutschland. Neben der Schaffung von Chancengleichheit zielt die Arbeit des VIA e.V. auf die Förderung von Akzeptanz und Verständnis zwischen Menschen unterschiedlicher nationaler, ethnischer und kultureller Herkunft. Indem wir dem Diversity-Management-Ansatz folgen, machen wir uns in der interkulturellen Arbeit bewußt, daß jeder Mensch ein Selbstdefinitionsrecht besitzt, sich also selbst einer bestimmten Gruppe zugehörig fühlen kann. Nicht die Zuschreibung zu einer Gruppe und das Umsetzen/Erfüllen von Integrationsanforderungen an die jeweilige Gruppe garantieren den Erfolg von Integration, sondern ein akzeptierendes Wahrnehmen des Anderen im Sinne einer Politik der „Vielfalt“. Wir tragen aktiv dazu bei, dass Vielfalt auch in der Gesellschaft als sinnvoll und förderlich verstanden wird.

Das Verhältnis der Mitarbeiter*innen untereinander basiert auf Vertrauen, Hilfsbereitschaft und Toleranz. Selbstverantwortung gilt als vereinbarte Arbeitsgrundlage und beinhaltet neben einem möglichst großen Freiraum bei der inhaltlichen Gestaltung der Projektarbeit gleichzeitig die Verpflichtung zur Wahrnehmung dieser Verantwortung.
Offenheit und Transparenz gelten als grundlegende Arbeitsprinzipien. Ein weiteres Grundprinzip der Arbeit ist Empowerment von Migrant*innen und ihren Eigenorganisationen.

n.

Bevorstehende Veranstaltungen

Nov
9
Do
2017
15:30 „Partizipation und Teilhabe – wa... @ Lernort 7xjung
„Partizipation und Teilhabe – wa... @ Lernort 7xjung
Nov 9 um 15:30 – 19:00
Die Veranstaltung „Partizipation und Teilhabe – was bedeutet das für SIE? ist eine Austausch- und Diskussionsveranstaltung für geflüchtete Neu-Berliner*innen. Im Rahmen der Erstellung des Gesamtkonzepts zur Integration und Partizipation Geflüchteter lädt der Integrationsbeauftragte in Vorbereitung der Fach AG zum Thema
Nov
15
Mi
2017
16:00 7. Fachtag Vietnamesisches Berli... @ Auditorium im Jakob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum der HU
7. Fachtag Vietnamesisches Berli... @ Auditorium im Jakob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum der HU
Nov 15 um 16:00 – 20:00
7. Fachtag Vietnamesisches Berlin "Angekommen?  Chancen und Herausforderungen für Integration und Partizipation der Zugewanderten  aus Vietnam und ihrer Familien" @ Auditorium im Jakob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum der HU | Berlin | Berlin | Deutschland
Viele Zugewanderte aus Vietnam sind bereits vor Jahrzehnten nach Deutschland gekommen, sie gründeten hier Familien und haben hier ihren Lebensmittelpunkt. Die Heranwachsenden gelten als gut integriert und erfolgreich, nur nicht „sichtbar“. Dennoch äußern manche von ihnen selbst, dass sie innerlich