Mitzeichnung des VIA Regionalverbandes:

Offener Brief keine Abschiebung von Roma*, keine Abschiebungen nach Moldau

Der VIA Regionalverband Berlin/Brandenburg e.V. hat zusammen mit vielen anderen, darunter große bundesweite Organisationen wie auch lokale Berliner Initiativen, einen offenen Brief des Flüchtlingsrat Berlin e.V. gegen die Abschiebepraxis des Landes Berlin, vor allem in die Republik Moldau und insbesondere von Roma*, unterzeichnet.

"Seit Ende des Winterabschiebestopps am 31.3.2023 erfolgen aus Berlin fast wöchentlich Sammelabschiebungen in die Republik Moldau, wobei das Vorgehen der Vollzugsbehörden immer vehementer und gewaltvoller wird. Häufig werden Charter mit DoppeldesUnaUon eingesetzt und neben Moldau auch Ziele in den Westbalkanstaaten angeflogen. Auch während des Wintermoratoriums wurden fast
50 Menschen von Berlin nach Moldau abgeschoben. Bei den Abschiebungen kommt es regelmäßig zu Trennungen von Familien. Auch Familien mit sehr kleinen Kindern und schwangere Frauen sind davon betroffen. (...) Viele der aus Moldau und den Westbalkanstaaten nach Deutschland geflohenen Asylsuchenden sind Roma*. Es ist hinreichend bekannt, dass Roma* in der Republik Moldau ebenso wie in den Westbalkanstaaten teils schweren Diskriminierungen und seit GeneraUonen bestehender Ausgrenzung in allen gesellschaflichen Bereichen ausgesetzt sind."

Die Unterzeichnenden des Offenen Briefes fordern einen Paradigmenwechsel in der Abschiebepolitik Berlins!

Der vollständige Brief kann hier heruntergeladen werden.

 

Organisationen/Initiativen oder namhafte Einzelpersonen, die den Brief noch mitzeichnen möchten, kann sich gerne noch per E-Mail an den Flüchtlingsrat wenden, die Namen werden dann auf dessen Homepage unter den offenen Brief gesetzt.

Gemeinsam mit dem BARE-Bündnis wird der Flüchtlingsrat auch weiterhin politische Lobbyarbeit gegen Abschiebungen von Roma* und gegen Abschiebungen nach Moldau machen.